Durch eine Covid-Erkrankung ausgebremst

© Diego Menzi

13.05.2021

Von Selina wird zurzeit viel Geduld gefordert. Anfangs April hat sich die 29-Jährige mit dem Coronavirus angesteckt. Nach mildem Verlauf konnte sie das Training zwar früh wieder aufnehmen, überforderte damit aber ihr Nervensystem.

Nachdem Selina anfangs Saison bereits durch Asthmaanfälle im Training eingeschränkt wurde, erkrankte sie anfangs April an Corona. Obwohl die Erkrankung einen milden Verlauf nahm, macht das Virus der 800-Meter-Spezialistin nach wie vor zu schaffen. «Ich konnte das tägliche Training zwar schon früh wieder aufnehmen, das richtige Mass zu finden, war jedoch eine grosse Challenge. Ich war nach der Genesung eigentlich sehr vorsichtig, habe aber dennoch versucht, so schnell wie möglich wieder einem geregelten Trainingsalltag nachzugehen. Rückblickend habe ich wohl doch zu schnell zu viel gemacht und dadurch mein Nervensystem überfordert», so die 29-Jährige. Ein ständiges Auf und Ab mit Schwindel und Müdigkeit war die Folge. Momentan hat sie die sportliche Betätigung auf ein Minimum reduziert, so dass sich das Nervensystem vollständig erholen kann. «Ich habe zurzeit keinen Trainingsplan und höre sehr bewusst auf meinen Körper. Die Schwindelanfälle sind schon viel seltener geworden und ich schlafe und erhole mich gut. Die vollständige Genesung steht nun an erster Stelle.» Sobald wie möglich möchte Selina das Training wieder vorsichtig aufnehmen. Wettkampfstarts sind zurzeit noch in weiter Ferne. «Trotzdem hoffe ich immer noch, dass ich bis zu den Olympischen Spielen wieder gesund und fit bin. Wo und wann ich in die Saison einsteigen werde, ist zurzeit noch völlig unklar.»

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